20. Mai 2014

Aufruf von ABDEM und DGB zur gemeinsamen Demo am 24. Mai 2014 in Köln

Recep Tayyip Erdogan ist verantwortlich für die Massaker in Soma, Roboski und Gezi.

Am 24. Mai werden wir in Köln gegen Erdogan, für Solidarität mit den Arbeitern in Soma, für Demokratie und Freiheit demonstrieren.

Die Verantwortlichen für das Massaker am 13. Mai in Soma, bei dem nach offiziellen Angaben 301 Arbeiter ums Leben kamen und Hunderte verletzt wurden, die Verantwortlichen für Privatisierung, Förderung von Leiharbeit und die Missachtung jeglicher Menschenleben zugunsten der Profite von Konzernchefs sind die AKP-Regierung und Recep Tayyip Erdogan. Erdogan bewies erneut, indem er in Soma während seiner Anwesenheit, die Familien der verschütteten Arbeiter auf unmenschliche Weise angriff, dass er auf der Seite dieser Konzernchefs steht. Wir teilen die Schmerzen unserer Geschwister in Soma. Um unsere Solidarität mit den Arbeitern in Soma zu zeigen und gegen den Hauptverantwortlichen dieses Massakers zu protestieren werden wir am 24. Mai in Köln sein.

Erdogan und der Ableger seiner Partei in Europa UETD werden am 24. Mai in Köln Wahlkampf in Europa für die Präsidentschaftswahlen in der Türkei führen.

Erdogan, der jegliche Angriffe gegen die arbeitende Bevölkerung, gegen Menschen die sich für Demokratie einsetzen, AlevitInnen, KurdInnen und alle, die nicht so denken wie er, als legitim sieht, solche Menschen gar für vogelfrei erklärt, will seine Politik des Teilens und Herrschens, seine Politik der  politischen und sozialen Polarisierung der Bevölkerung auch nach Europa tragen. Indem er beispielsweise die Kritiken des Bundespräsidenten der BRD öffentlich heftig ablehnte, versuchte er die Öffentlichkeit abzulenken. Sein antidemokratisches Gesicht zeigte er erneut durch verbale Angriffe gegen AlevitInnen in Europa, wodurch er bei den hier lebenden Arbeitenden aus der Türkei versucht, Konfessionsstreitigkeiten zu schaffen und die Menschen voneinander zu trennen.

Lasst uns die Zusammenarbeit der Arbeitenden stärken!

Hier in Europa ist es genauso unser Bedürfnis wie auch in der Türkei, dass wir ohne Unterscheidung von religiöser oder ethnischer Herkunft als ArbeiterInnen uns vereinen. Den Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Armut, Leugnung von Identitäten, Repression aufgrund von Glauben, Diskriminierung und Krieg müssen wir gemeinsam führen. Was wir aus den Gezi-Protesten gelernt haben ist, dass wir durch gemeinsames Handeln unsere Probleme lösen können. Wer den Glauben und die Identitäten der Menschen erniedrigt, darüber die Menschen gegeneinander aufhetzt, ist ein Feind der ArbeiterInnen und der Menschheit.

Lasst uns am 24. Mai in Köln sein!

Wir versammeln uns in Köln und fordern, dass der türkische Staat seine Neutralität gegenüber allen Religionen – allen voran den AlevitInnen – und Identitäten bewahrt, dass die kurdische Frage auf Grundlage der Gleichberechtigung gelöst wird, die Möglichkeit zur Selbstverwaltung der kurdischen Bevölkerung geschaffen wird, dass alle Hindernisse gegenüber der Presse-, Meinungs-, und Organisierungsfreiheit aufgehoben, die schwerkranken politischen Gefangenen freigelassen und die Verantwortlichen für die Massaker an unsere Bevölkerung vom Madimak-Hotel bis Roboski, vom Gezi-Park bis Soma zur Verantwortung gezogen werden. Wir versammeln uns in Köln, um unser tiefstes Mitgefühl mit den Arbeitern in Soma auszudrücken und unsere Solidarität mit ihnen zu stärken.

Als Europäischer Rat für Frieden und Demokratie (ABDEM) und Bündnis Demokratischer Kräfte (DGB) werden wir auf der Seite der Arbeiter in Soma stehen und rufen dazu auf, die Spendenkampagne für Soma auf allen Ebenen zu verbreiten.

Wir rufen alle dazu auf, sich am 24. Mai um 13:00 Uhr der Kundgebung und Demo am Ebertplatz in Köln anzuschließen, um den gemeinsamen Kampf der demokratischen Kräfte zu stärken.

DER EUROPÄISCHE RAT FÜR FRIEDEN UND DEMOKRATIE (ABDEM)

DAS BÜNDNIS DER DEMOKRATISCHEN KRÄFTE (DGB

 

Anmeldung

 

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Mitglieder des SprecherInnenrats:
Ercan Ayboga, Thüringen
Bianca Winter, Hessen
Cansu Özdemir, Hamburg
Mazlum Koc, Bremen
Ayten Kaplan, Nordrhein-Westfalen
Markus Dowe, Nordrhein-Westfalen