25. Oktober 2014

Islamischer Staat setzt chemische Waffe gegen Kobanê ein

Am Mittwoch gegen 22.30 Uhr teilte die Co-Vorsitzenden der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) Asya Abdullah aus Kobanê mit, dass der Islamische Staat (IS) eine chemische Waffe eingesetzt hat. „Sie haben eine chemische Waffe abgefeuert, die im Osten der Stadt eingeschlagen ist. Durch das Gas, das aus dieser Waffe entweicht, können die Menschen im Umfeld des Einschlags nicht mehr sehen, nicht mehr atmen und werden ohnmächtig“, erklärte Abdullah. Berichten zufolge kam es zu keiner Explosion. Die Menschen nahmen einen eigenartigen Geruch wahr, der sich zunehmend ausbreitete. Augen und Halsbereich fingen bei Betroffenen an zu brennen. Es kam zu Übelkeit. Bei einigen Menschen traten Ausschläge und Schwellungen auf. Der Angriff erfolgte in einem östlich liegenden Stadtteil im Zentrum von Kobanê, in dem bislang noch keine Gefechte stattgefunden hatten. 30 Menschen, darunter ZivilistInnen, waren davon betroffen. Glücklicherweise ist bis heute keiner der Betroffenen gestorben.

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02. Oktober 2014

Kobani darf nicht fallen!

Die Terrororganisation Islamischer Staat hat alle Kräfte mobilisiert, um die Region Kobani und die gleichnamige Stadt in Rojava (Syrisch-Kurdistan) einzunehmen. Seit dem 15. September greift der IS vom Westen, Osten und Süden mit erbeuteten modernsten Waffen und vielen Tausenden Kämpfern an. Die Türkei unterstützt trotz anderslautender Erklärungen den IS bis zum heutigen Tag und propagiert eine Puffer- und Flugverbotszone im Norden Syriens. Dabei geht es ihr nicht um den Kampf gegen den IS, sondern um die Eliminierung der demokratischen Selbstverwaltung in Rojava. Die Bombardierung durch die US-geführte Anti-IS-Koalition gegen IS-Einheiten bei Kobani erfolgte spät und war bisher weitgehend unwirksam. Die Volksverteidigungseinheiten YPG (1)  leisten zusammen mit der Bevölkerung erbitterten Widerstand. Jederzeit können die IS-Terroristen in die Hauptstadt dieses selbstverwalteten Kantons von Rojava eindringen. Das Leben von vielen Tausenden Menschen ist in Gefahr, ein zweites Shengal (Sinjar), infolge dessen Eroberung durch den IS hunderttausende Menschen flohen, steht bevor!

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06. September 2014

Festnahme eines vermeintlichen PKK-Mitglieds ist ein falsches und fatales Signal

Es ist ein fatales Signal, dass die Bundesanwaltschaft (BAW) ein mutmaßliches Mitglied der Arbeiterpartei Kurdistans PKK zu einem Zeitpunkt in der Bundesrepublik verhaften ließ, an dem PKK-Einheiten im Mittleren Osten in der direkten Auseinandersetzung mit den Terrorbanden des Islamischen Staates IS kämpfen und zehntausende Flüchtlinge gerettet haben.
Der 45-Jährige Mehmet D. wurde bereits vergangenen Freitag verhaftet. Er sei dringend verdächtig, sich unter dem Codenamen Kahraman als Mitglied an der "ausländischen terroristischen Vereinigung PKK gemäß § 129b beteiligt zu haben". Er wurde am 29. August 2014 dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Mehmet D. soll von Januar bis Sommer 2013 Verantwortlicher der PKK für die Regionen Duisburg, Köln Bielefeld und Dortmund und danach für die Region Nord (Bremen, Hamburg, Kiel, Berlin und Sachsen) gewesen sein.

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23. September 2014

Rojava/Nordsyrien: Kobanê unter Angriff, Gefahr eines weiteren Massakers

Im Folgenden leiten wir einen dringenden Aufruf des in Frankfurt ansässigen Informationszentrums "Civaka Azad" zu Rojava (Nordsyrien) weiter. Seit einer Woche ist das Kanton Kobani(/ê) unter einem großen Angriff der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ausgesetzt, mehr als 70.000 Menschen sind nach Nordkurdistan (Türkei) geflohen. Mehr als 400.000 Menschen leisten Widerstand gegen das weitere Vordringen des IS. Auf der anderen Seite der Grenze solidarisieren sich tausende Menschen, die jedoch von türkischen Soldaten immer wieder angegriffen werden.

Wir unterstützen den Aufruf zur Bildung von Delegationen, die an die Grenze zu Kobanî reisen sollen und rufen Euch alle auf, ih zu verbreiten und mögliche Delegationsteilnehmer anzufragen.

 

Hier ein Video-Link von Heike Hänsel, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te der Frak­ti­on DIE LINKE:

http://jungewelt.de/downloads/heike-haensel.mp4

Heike Hän­sel, auch Vor­sit­zen­de des Un­ter­aus­schus­ses für die Ver­ein­ten Na­tio­nen, ist an einer Be­ob­ach­tungs­de­le­ga­ti­on be­tei­ligt und er­klär­te heute Mit­tag in einer Vi­deo­bot­schaft: „Wir brau­chen hier in­ter­na­tio­na­le Prä­senz, auch von den Ver­ein­ten Na­tio­nen. Das ist das Min­des­te, was wir die­sen Men­schen hier an­bie­ten müs­sen, die wirk­lich das schlimms­te er­lebt haben. Sie wer­den von den IS-Kämp­fern aus ihren au­to­no­men Re­gio­nen ver­trie­ben. Des­halb müs­sen wir sie hier un­ter­stüt­zen. Es ist wich­tig, dass mehr Leute hier­her kom­men und wir den Druck er­hö­hen. (…) Es ist eine Schan­de, dass die Ver­ein­ten Na­tio­nen hier nicht prä­sent sind. Ich for­de­re auf, dass wir hier um­fas­send hu­ma­ni­tä­re Hilfe hin­brin­gen.“

 

Solidarische Grüße

SprecherInnenrat des Bundesarbeitskreises „Demokratie in der Türkei, Frieden in Kurdistan“

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - http://www.bak.dtfk.de

 

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Rojava/Nordsyrien: Kobanê unter Angriff, Zehntausende auf der Flucht, Gefahr eines weiteren Massakers

 

Dringender Aufruf zu Beobachtungsdelegationen an die türkisch-syrische Grenze, Civaka Azad,

 

20.09.2014 Medienberichten zufolge flohen seit Freitag mehr als 45.000 Menschen aus dem Kanton Kobanê (Arab al Ain) über die Grenze in die Türkei. Örtliche Quellen berichten von der Gefahr weiterer hunderttausender Flüchtlingen und einem Massaker. Wenige Tage zuvor hat der Islamische Staat (IS) eine militärische Großoffensive auf das von überwiegend KurdInnen bewohnte Kobanê gestartet. Dabei sollen nun dutzende Dörfer evakuiert worden sein. Frauen und Kinder aus 100 umliegenden Dörfern wurden ins Zentrum der Stadt Kobanê gebracht. Die Gefechte zwischen dem IS, der mit schwersten Waffen, die zuvor im Irak und Syrien erbeutet wurden, seinen bisher ausgedehntesten und heftigsten Angriff auf die kurdische Zivilbevölkerung durchführt, und den kurdischen Verteidigungseinheiten (YPG) dauern örtlichen Angaben zufolge weiter an.Im Gespräch mit Civaka Azad erklärte Demirtas, Co-Vorsitzender der Demokratischen Partei der Völker (HDP), dass immer mehr Flüchtlinge aus Kobanê in der Türkei eintreffen. „Nur etwa tausend Meter von der Grenze entfernt sind heftigste Gefechte zu beobachten. Zu sehen ist, wie mehrere Dörfer bombardiert werden. Die Lage um Kobanê ist äußerst kritisch. Bei Fortdauer der Angriffe des IS, ist davon auszugehen, dass sich mehr als 100.000 Flüchtlinge über die Grenze begeben werden. Ich rufe die internationale Öffentlichkeit, Presse, politische Delegationen dazu auf, nach Urfa zu kommen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Menschen bedürfen dringender humanitärer Hilfe.“Weiter erklärte der außenpolitische Sprecher der HDP-Fraktion im türkischen Parlament Nazmi Gür im Gespräch mit Civaka Azad, dass die Situation der aus Kobanê geflüchteten Menschen sehr prekär sei. Es bedarf dringender internationaler Unterstützung. Es ist von äußerster Wichtigkeit, dass internationale Beobachtungsdelegationen nach Urfa entsendet werden.Indessen reiste eine Delegation aus der Türkei, bestehend aus Parlamentsabgeordneten der HDP, VertreterInnen des Demokratischen Gesellschaftskongress (DTK) und der Demokratischen Partei der Regionen (DBP) nach Kobanê, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Der ehemalige Parlamentarier und jetzige Oberbürgermeister der Provinz Mêrdîn (Mardin) rief in einer Rede vor der Bevölkerung von Kobanê dazu auf, den Widerstand von Kobanê zu unterstützen: „Wenn ihr heute Kobanê nicht unterstützt, der Bevölkerung keine Waffen zum Schutz gegen die IS-Terroristen gebt, wann dann?“Im anschließenden Gespräch mit der Co-Vorsitzenden der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) Asia Abdullah erklärte die Delegation, alles in ihrer Macht zur Verfügung stehende zu unternehmen, um den Flüchtlinge aus Kobanê zu helfen und verwies dabei auch auf die dringende Notwendigkeit internationaler Unterstützung.Als Civaka Azad -Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. rufen wir dazu auf, in den nächsten ein bis drei Tagen Beobachtungsdelegationen in die Region zu entsenden. Wer Interesse hat, an Delegationen im Rahmen einer Fact Finding Mission teilzunehmen, kann sich an unser Büro wenden. Alle weiteren Details wie Dolmetscher, Delegationsbegleitung und Kontaktpersonen vor Ort können anschließend besprochen und geklärt werden. 

 

Für weitere Informationen und Rückfragen stehen wir Ihnen gerne per Mail oder unter der Nummer 0049/6984772084 oder 0049/15738485818 zur Verfügung. 

 

Civaka Azad - Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V.  Civaka Azad - Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V.

www.civaka-azad.org // Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bornheimer Landstraße 48, 60316 Frankfurt

Tel.: 069/84772084, Mobil: 01573/8485818 

16. August 2014

»Kürtlerin silahlandirilmasi« degil, Rojava’nin taninmasi ve PKK yasaginin kaldirilmasi gerekmektedir! ID destekleyen devletlere hemen yaptirimlar uygulanmalidir!

„Türkiye’de demokrasi, Kürdistan’da baris“ Federal Çalisma Grubu


»Kürtlerin silahlandirilmasi« degil, Rojava’nin taninmasi ve PKK yasaginin kaldirilmasi gerekmektedir! ID destekleyen devletlere hemen yaptirimlar uygulanmalidir!

15.08.2014

Kürt Êzîdilerinin terör örgütü Islam Devleti (ID, önceden ISID) tarafindan soykirimla tehdit edilmelerine ve Suriye, Irak ve Kürdistan’daki Hiristiyanlar, Siiler ve diger Kürtler katliam ve zorunlu yerinden edilme tehdidi ile karsi karsiya olmalarina ragmen, güncel tartismalarda talep edilen »Irak Kürtlerine« silah gönderilmesini reddediyoruz. Çogumuzun Kürt kökenli göçmenler olmasina ve kisisel baglantimiz olmasina ragmen, bu bizim ortak pozisyonumuzdur.

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Markus Dowe, Nordrhein-Westfalen